Ratgeber · Aromatik
Alles über ätherische Öle, die 1:200-Grundregel, Saunameister-Tipps und Profi-Techniken für das perfekte Saunaerlebnis
Beim Aufguss wird Wasser – oft vermischt mit ätherischen Ölen – auf die heißen Saunasteine gegossen. Das Wasser verdampft sofort und erzeugt eine Welle feuchter, aromatischer Hitze im Raum. Die gefühlte Temperatur steigt für kurze Zeit deutlich an.
Der Duft der Öle wirkt direkt über die Atemwege – je nach Öl beruhigend, belebend, atembefreiend oder stimmungsaufhellend.
Tipp vom Saunameister
Fertige Bio-Aufgusskonzentrate sind speziell für die Sauna formuliert – keine Rückstände auf Steinen oder Ofen, keine synthetischen Parfümöle. Einfach ein paar Tropfen ins Aufgusswasser geben, fertig. Ideal für Heimsaunabesitzer, die ohne Vorbereitung immer ein perfektes Ergebnis wollen. Beim Kauf unbedingt auf „100 % naturreines ätherisches Öl" achten.
Tipp vom Saunameister
2–3 Mentholkristalle in die Schöpfkelle geben, mit Wasser übergießen und normal aufgießen. Die Kristalle lösen sich rückstandsfrei auf und geben ein intensives, langhaltendes Kühle-Aroma ab – ganz ohne ätherisches Öl. Auch trocken auf den Steinen verwendbar, wenn du weniger Dampf möchtest.
Tipp vom Saunameister
Getrocknete Kräuter (Kamille, Pfefferminze, Eukalyptus, Melisse) mit heißem Wasser aufgießen, mehrere Stunden ziehen lassen, dann durch ein feines Sieb oder Leinentuch abgießen. Den Sud wie normales Aufgusswasser verwenden – kein Öl, kein Rückstand, nur purer Kräuterduft.
Tipp vom Saunameister
Getrockneten Birkenquast mit 10 Litern heißem Wasser übergießen und 4–6 Stunden ziehen lassen. 1–2 Liter absieben und als Aufguss verwenden – so funktioniert das finnische Original seit Jahrhunderten. Der Quast selbst dient zum sanften Abklopfen der Haut.
Tipp vom Saunameister
Schnee fest zu kompakten Bällen formen und im Saunakübel bereithalten. Beim Aufguss die Schneebälle vorsichtig auf die heißen Steine legen – der Schnee schmilzt langsam und gleichmäßig, der Dampf entwickelt sich sanfter als bei Wasser. Optional mit etwas Aufgusskonzentrat im Schnee anreichern.
Beduftung ohne Aufguss
Du möchtest Duft, aber keinen Hitzeschwall oder Wasserdampf im Raum? Stell eine feuerfeste Duftschale auf die heißen Steine – gut geeignet sind Keramik, Speckstein oder Metall (auch spezielle Aroma- und Verdunsterschalen). Mit etwas Wasser und einigen Tropfen ätherischem Öl oder Aufgusskonzentrat befüllen. So entsteht ein kontinuierlicher, sanfter Duft – ganz ohne Dampfstoß und ohne zusätzliche Hitzeentwicklung.
Wasser-Temperatur beachten
Verwende kühles bis zimmerwarmes Wasser – nicht kochend. Zu heißes Wasser verdampft zu schnell und verteilt die Aromen nicht optimal.
Portionsweise aufgießen
Gieß nicht alles auf einmal – teile 150 ml in 2–3 Portionen auf. Das sorgt für eine gleichmäßige Dampfentwicklung und einen längeren Duft.
Wedeln für Einsteiger
Ein Handtuch-Schwenken nach dem Aufguss verteilt die heiße Luft gleichmäßiger. Kreise von der Tür zur hinteren Wand, von unten nach oben.
Nur reine, natürliche Öle
Verwende ausschließlich 100 % naturreines ätherisches Öl – kein Parfümöl, kein Badezusatz. Synthetische Produkte können beim Erhitzen gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.
Mitbesucher fragen
Bevor du einen Aufguss machst, kurz fragen ob die anderen Einwände haben – das ist guter Stil. Starke Düfte wie Eukalyptus sind nicht für jeden angenehm.
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Zu den Rezepten →Saisonale Aufguss-Empfehlungen und Tipps für Frühling bis Winter.
Tipps lesen →Alles zum ersten Saunabesuch – Temperatur, Dauer, Abkühlung und Rituale.
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